Bereich als Blog Geschichte Wie begann alles ?

Auf einem assyrischen Rief aus dem Jahre 885 v. Chr. ist zum erstenmal ein Taucher gezeichnet, und 350 v. Chr. beschrieb Aristoteles einen Taucher, der einen Topf über den Kopf gestülpt hatte, um mit diesem Luftvorrat einige Minuten unter Wasser bleiben zu können.

Teile für die Grundausrüstung zum freien Tauchen entwickelte bereits Leonardo da Vinci. Er entwarf Handflossen, die Vorläufer der 1933 patentierten Fußflosse.

Die Entstehung der Taucherbrille ist dagegen auf persische Perlentaucher zurückzuführen. Um 1300 wurden hauchdünn geschliffene und polierte Schildkrötenpanzer zu Brillen zusammengebaut. Diese Brillen waren immer nur 2-Glas-Brillen, die den Nasenbereich nicht einschlossen. Dadurch bestand die Gefahr des Unterdruckes im Augenbereich, der damit die Tauchtiefe stark einschränkte. Erst 1938 wurde die erste Einglas-Taucherbrille unter Einbeziehung der Nase erfunden.

Das Prinzip eines heutigen Lungenautomaten entwickelten 1865 Bonoist Rouquayroi und Auguste Denayrouze. Sie nannten dieses Gerät "Aerophore". 1943 erst waren es der uns allen bekannte Jacques Yves Cousteau und Emile Gagnan, die einen brauchbaren Automaten bauten und 1950 den heute noch gebauten Mistral herstellen ließen.

Im Gegensatz zu den Freitauchern waren die Helmtaucher schon früher erfolgreich. 1819 wurde von dem deutschen August Siebe ein nach unten offener Helm entwickelt, den er von den bis dahin gebräuchlichen Taucherglocken abgeleitet hatte. 20 Jahre später baute er an diesen Helm ein Überdruckventil und verband ihn fest mit dem Anzug. Im Jahre 1839 - 1842 wurde damit im Hafen von Spitchead die erste erfolgreiche Bergung eines Schiffes durchgeführt. Es war die Royal George.

Mit der Entwicklung der Tauchgeräte und dem Vordringen in immer größeren Tiefen wurden auch die Grenzen des Möglichen gezeigt. 1670 beschrieb Robert Boyle nach Tierversuchen die Erscheinungsbilder der Caisonkrankheit.

Im Jahre 1870 wagte sich ein Taucherteam mit einer Rouquayal - Denayrouse Ausrüstung bis zum Kielboden einer Galeone vor, die im tiefen Schlamm der Buchtenge liegt. Sie bargen insgesamt 44 Kilo Silber. Doch der Erfolg kam sie teuer zu stehen, weil sie nach drei Stunden Arbeit in 20 Metern Tiefe ohne Vorsichtsmassnahme aufstiegen. Einer nach dem anderen wurde von Bends befallen. Die Unglücklichen führten ihre starken Schmerzen und Lähmungen auf die ungewohnten Strömungen, die in den großen Tiefen herrschten, zurück.

Erst 1873 wurde die erste Rekompression beim Bau der Brooklyn Bridge erfolgreich durchgeführt. 5 Jahre später schrieb Paul Bert erste wissenschaftliche Abhandlungen über die Druckwirkung im menschlichen Organismus in seinem Buch "La pression barometrique" nieder.

Die erste brauchbare Dekompressionstabelle sollte jedoch erst 1907 von John Scott Haldane erarbeitet werden. Mittlerweile benutzen wir als Dekompressionstabelle / Austauchtabelle von 1992 ( DECO ' 92) von Dr. Max Hahn.

Quelle: Sirenia.de