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PostHeaderIcon Dülmens´s Taucherkiste FAQ

Wir bieten für unseren regestrierten Benutzer die Möglichkeit bei der Revision des eigenen Atemreglers einmal zuzuschauen. Natürlich nur nach Absprache und wenn die Situation es erlaubt. Da die Revision mit einem Gast in der Werkstatt durch Erklärungen länger dauert, müssen wir ca. 20 Min. Zeitaufschlag zur Revision berechnen (ca. 10,00 €). Allerdings halten wir uns das Recht auf eine Absage ein. Für Schäden an Personen und Sachen in der Werkstatt übernehmen wir keine Haftung.

Aktualisiert (Samstag, den 29. August 2009 um 11:47 Uhr)

 

Die Taucherkiste ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

 

Montags und Donnerstags (außer an Feiertagen und in den Betriebsferien)

von 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr (früher nur nach tel. Vereinbarung)

Natürlich können auch individuelle Zeiten vereinbart werden.

 

Wettergegerbtes Gesicht, Hakennase, rote Wollmuetze, wenn wir das sahen auf dem Bildschirm, wussten wir: Jetzt werden sie wieder gelüftet, die "Geheimnisse des Meeres". Jacques-Yves Cousteau, der Forscher, Abenteurer, Naturschützer und Unternehmer in Sachen Naturfilm ist tot. Gestern starb er nach kurzer Krankheit in seiner Wohnung in Paris, 87 Jahre alt ist er geworden.

"Tauchen ist fuer mich wie ein zaertlicher Kuss", hatte er seine Liebe zu den Ozeanen beschrieben. 45 Jahre lang durchflügte er mit seinem Forschungsschiff, der beruehmten "Calypso", die Meere dieser Welt, rund 150 Filme und etwa 60 Buecher hat er uns hinterlassen.

Schon mit zehn Jahren unternahm der Anwaltssohn aus St. Andre de Cubzaz bei Bordeaux erste Tauchversuche, mit 20 ging er zur Marine. 1957 quittierte er den Militaerdienst, blieb aber zeitlebens "der Kommandant". Bereits sieben Jahre zuvor hatte der irische Brauerei-Milliardaer Noel Guinnes ihm, dem Anti-Alkoholiker, einen alten britische Minenräumer geschenkt.

Der wurde dann zur Calypso umgebaut. Cousteau sagte spaeter: "Ich habe viele Haeuser, aber nur die "Calypso" ist mein richtiges Zuhause."

1943 entwickelte er gemeinsam mit dem Ingenieur Emile Gagnan eine Atemflasche fuer die Tiefsee; wann immer jemand irgendwo auftauchte, Cousteau hat daran verdient.

In Frankreich stand er in der Beliebtheitsliste ganz oben, sollte sogar mal fuer die Grünen als Praesident kandidieren (hat er aber abgelent). Bei Paris baute er einen Freizeitpark der "Parc oceanique" ging unter, weil Cousteau mit fast 25 Millionen Mark Schulden das Wasser bis zum Hals stand. Mit Praesident Jacques Chriac legte sich Cousteau 1995 an. als er öffentlich und lautstark die französichen Atomtests im Suedpazifik kritisierte. Ein Mann mit Zivilcourage.

Cousteau privat:

1937 heiratete er Simone Melchior - sie starb 1990. Bereits 1979 kam sein Sohn Philippe bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, sein ältester Sohn ist Vizepräsident der "Cousteau Fondation" (360.000 Mitglieder). 1991 heiratete Cousteau die Stewardess Francine Triplet, die bereits zwei gemeinsame Kinder (Dianne, Pierre-Yves) mit in die Ehe brachte.

Der Mann mit Hakennase und rote Pudelmütze war nicht immer der strahlende Wasserheld, wie wir ihn kannten. Der Mann, der sich mit vorliebe im markanten Profil filmen lies, galt bei Kollegen als listiger PR-Fuchs, der auch schon mal Szenen mit toten Tieren nachstellte - sie nannten ihn Fälscher und Tierquäler. Cousteau zuckte nur die Schultern - die "Enthüllungsbücher" interessieren ihn nicht.

Quelle: sirenia.de

Aktualisiert (Samstag, den 04. Juli 2009 um 11:01 Uhr)

 

Auf einem assyrischen Rief aus dem Jahre 885 v. Chr. ist zum erstenmal ein Taucher gezeichnet, und 350 v. Chr. beschrieb Aristoteles einen Taucher, der einen Topf über den Kopf gestülpt hatte, um mit diesem Luftvorrat einige Minuten unter Wasser bleiben zu können.

Teile für die Grundausrüstung zum freien Tauchen entwickelte bereits Leonardo da Vinci. Er entwarf Handflossen, die Vorläufer der 1933 patentierten Fußflosse.

Die Entstehung der Taucherbrille ist dagegen auf persische Perlentaucher zurückzuführen. Um 1300 wurden hauchdünn geschliffene und polierte Schildkrötenpanzer zu Brillen zusammengebaut. Diese Brillen waren immer nur 2-Glas-Brillen, die den Nasenbereich nicht einschlossen. Dadurch bestand die Gefahr des Unterdruckes im Augenbereich, der damit die Tauchtiefe stark einschränkte. Erst 1938 wurde die erste Einglas-Taucherbrille unter Einbeziehung der Nase erfunden.

Das Prinzip eines heutigen Lungenautomaten entwickelten 1865 Bonoist Rouquayroi und Auguste Denayrouze. Sie nannten dieses Gerät "Aerophore". 1943 erst waren es der uns allen bekannte Jacques Yves Cousteau und Emile Gagnan, die einen brauchbaren Automaten bauten und 1950 den heute noch gebauten Mistral herstellen ließen.

Im Gegensatz zu den Freitauchern waren die Helmtaucher schon früher erfolgreich. 1819 wurde von dem deutschen August Siebe ein nach unten offener Helm entwickelt, den er von den bis dahin gebräuchlichen Taucherglocken abgeleitet hatte. 20 Jahre später baute er an diesen Helm ein Überdruckventil und verband ihn fest mit dem Anzug. Im Jahre 1839 - 1842 wurde damit im Hafen von Spitchead die erste erfolgreiche Bergung eines Schiffes durchgeführt. Es war die Royal George.

Mit der Entwicklung der Tauchgeräte und dem Vordringen in immer größeren Tiefen wurden auch die Grenzen des Möglichen gezeigt. 1670 beschrieb Robert Boyle nach Tierversuchen die Erscheinungsbilder der Caisonkrankheit.

Im Jahre 1870 wagte sich ein Taucherteam mit einer Rouquayal - Denayrouse Ausrüstung bis zum Kielboden einer Galeone vor, die im tiefen Schlamm der Buchtenge liegt. Sie bargen insgesamt 44 Kilo Silber. Doch der Erfolg kam sie teuer zu stehen, weil sie nach drei Stunden Arbeit in 20 Metern Tiefe ohne Vorsichtsmassnahme aufstiegen. Einer nach dem anderen wurde von Bends befallen. Die Unglücklichen führten ihre starken Schmerzen und Lähmungen auf die ungewohnten Strömungen, die in den großen Tiefen herrschten, zurück.

Erst 1873 wurde die erste Rekompression beim Bau der Brooklyn Bridge erfolgreich durchgeführt. 5 Jahre später schrieb Paul Bert erste wissenschaftliche Abhandlungen über die Druckwirkung im menschlichen Organismus in seinem Buch "La pression barometrique" nieder.

Die erste brauchbare Dekompressionstabelle sollte jedoch erst 1907 von John Scott Haldane erarbeitet werden. Mittlerweile benutzen wir als Dekompressionstabelle / Austauchtabelle von 1992 ( DECO ' 92) von Dr. Max Hahn.

Quelle: Sirenia.de